“Der Markenname für eine erfolgreiche Wahrnehmung der Arbeitgeberinteressen genossenschaftlicher Unternehmen in Deutschland”
Unsere Geschichte, unsere Zukunft
GenoAGV Großhandel, Dienstleistung e. V.
und
GenoAGV Genossenschaftlicher Arbeitgeberverband e. V.
03.12.1947: Vertreter von 49 Genossenschaften des gewerblichen und ernährungswirtschaftlichen Großhandels gründen in Stuttgart-Bad Cannstatt den Landesverband des genossenschaftlichen Groß- und Außenhandels in Württemberg-Baden, mit Sitz in Stuttgart, als Wirtschaftsverband.
Verbandszweck: Damaliger Verbandszweck war die Wahrung und Förderung der wirtschaftlichen Interessen sowie der wirtschafts- und arbeitsrechtlichen Belange genossenschaftlicher Unternehmungen und von Einkaufsverbänden, die sich auf der Großhandelsstufe betätigten sowie die Mitwirkung am wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes durch Beratung und Unterstützung der Behörden zur Durchführung zweckmäßiger Maßnahmen.
11.05.1951: Unter dem Namen „Arbeitgebervereinigung der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Württemberg e. V.“ wurde der Verband in Stuttgart gegründet. An der Gründungsversammlung nahmen die Vertreter von 21 Molkereigenossenschaften, 10 Warengenossenschaften, einer Kreditgenossenschaft, einer Weingärtnergenossenschaft sowie der württembergischen landwirtschaftlichen Zentralgenossenschaft - Raiffeisen - GmbH teil.
Verbandszweck: Schaffung eines regionalen Tarifträgerverbandes für Genossenschaften, um den damals bereits gut organisierten Gewerkschaften gegenübertreten zu können. Den Gewerkschaften war es nach 1945 gelungen, durch eine Reihe von Haustarifen taktisch günstige Positionen aufzubauen und die einzelnen Unternehmen gegeneinander auszuspielen. In dieser Situation musste die Arbeitgeberseite ebenfalls eine breitere Organisation aufbauen.
1955: Anpassung des Verbandsnamens an den Landesnamen „Baden-Württemberg“ und sukzessive Veränderung des Verbandszwecks. Der Schwerpunkt wurde zunehmend auf das Arbeits- und Sozialrecht einschließlich der Tarifträgerschaft gelegt und somit ein klassischer Arbeitgeberverband etabliert.
1955: Der Milchwirtschaftliche Verein Baden-Württemberg e. V. mit 108 Einzelmitgliedern, darunter eine Reihe privater Unternehmen, tritt dem Verband bei. Damit war der Arbeitgeberverband Tarifpartner für die Milchindustrie in weiten Bereichen Südwestdeutschlands. Diese Verstärkung der Mitgliederbasis führte zu einer entsprechenden Änderung des Vereinsamens in „Arbeitgebervereinigung der württembergischen landwirtschaftlichen Genossenschaften und des Milchwirtschaftlichen Vereins Baden-Württemberg e. V.“.
1960: Arbeitgebervereinigung der württembergischen ländlichen Genossenschaften und des Milchwirtschaftlichen Vereins Baden-Württemberg e. V.
Änderung des Verbandsnamens. Die Mitgliederzahl hatte sich in knapp zehn Jahren vervierfacht und setzte sich mehrheitlich nicht mehr aus landwirtschaftlichen, sondern aus ländlichen Genossenschaften zusammen, nachdem auch die Kreditgenossenschaften verstärkt beitraten.
1970: Arbeitgeberverband genossenschaftlicher und verwandter privater Unternehmen, Stuttgart e. V.
Erneute Änderung des Verbandsnamens, um der durch die Fusion der Genossenschaftsverbände in Württemberg erreichten wirtschaftspolitischen Einheit eine Entsprechung auf sozialpolitischen Gebieten zu schaffen und einem erweiterten Kreis genossenschaftlicher Unternehmen, insbesondere den Volksbanken in Württemberg, die Möglichkeit der Mitgliedschaft zu eröffnen, welche allesamt hiervon Gebrauch machten.
1972: Kooperation der beiden Arbeitgeberverbände in einer gemeinsamen Geschäftsstelle.
1982: Durch Änderung des Vereinsnamens in „Arbeitsgeberverband des genossenschaftlichen Groß- und Außenhandels Baden-Württemberg e. V.“ wird die Abkehr vom Wirtschaftsverband hin zu Arbeitgeberverband auch durch den neuen Verbandsnamen vollzogen.
1982: Genossenschaftlicher Arbeitgeberverband Württemberg e. V. (GAV)
Zur Angleichung an die anderen genossenschaftlichen Arbeitgeberverbände im Bundesgebiet wurde schließlich 1982 der Verband nochmals umbenannt.
Seit der Zusammenfassung der tarifpolitischen Vertretungen der deutschen Kreditgenossenschaften im Jahre 1978 wirkte der Verband nunmehr maßgeblich in der Tarifpolitik für das genossenschaftliche Bankgewerbe auf Bundesebene mit, zunächst im Rahmen einer Verhandlungsgemeinschaft des AVR - Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. in Bonn mit dem Arbeitgeberverband der Privatbanken sowie der Öffentlichen Banken und seit 2006 in eigener Wahrnehmung durch den AVR - Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken
e. V.
2008: Genossenschaftlicher Arbeitgeberverband Baden-Württemberg e. V. (GenoAGV)
Im Vorfeld der Fusion zwischen dem Badischen Genossenschaftsverband (BGV) und dem Württembergischen Genossenschaftsverband (WGV) wurde die satzungsgemäße Zuständigkeit auf ganz Baden-Württemberg ausgedehnt und der Verbandsname entsprechend geändert. Die Wahrnehmung der Interessen der baden-württembergischen Genossenschaften als Arbeitgeber und die arbeitsrechtliche Beratung erfolgt nunmehr im gesamten Verbandsgebiet des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes allein durch den GenoAGV.
2010: GenoAGV Großhandel, Dienstleistung Süddeutschland e.V.
Der Landesverband Bayern der genossenschaftlichen Großhandels und Dienstleistungsunternehmen fusioniert als übertragender Verband mit seinem „Pendant“ in Baden-Württemberg. Der Verbandsname wird angepasst und die Verbandsarbeit bei den gewerblichen Genossenschaften auf Bayern ausgedehnt.
2023: Die noch selbständig agierende Tarifgemeinschaft Badischer Genossenschaften (TBG), deren Tarifarbeit bereits vom GenoAGV wahrgenommen wurde, löst sich auf, alle 51 Mitglieder treten geschlossen dem GenoAGV bei.
2024: Öffnung der Satzung für Mitgliedschaften aus dem gesamten Bundesgebiet und Streichung des Zusatzes „Baden-Württemberg“ im Verbandsnamen.
2025: Öffnung der Satzung für Mitgliedschaften aus dem gesamten Bundesgebiet und Streichung des Zusatzes „Süddeutschland“ im Verbandsnamen.
| GenoAGV | GenoAGV Großhandel |
|---|---|
| Vorsitzender des Vorstands: | |
| seit 2024 Dr. Ulrich Theileis | seit 2019 Nico Lehm |
| 2019 bis 2023 Präsident Dr. Glaser | 1998 bis 2018 Verbandsdirektor Schorr |
| 2003 bis 2018 Verbandsdirektor Schorr | 1978 bis 1998 Verbandsdirektor Müller-Bardorff |
| 1998 bis 2003 Bankdirektor Freiherr von Enzberg | 1971 bis 1978 Direktor Schorer |
| 1992 bis 1998 Verbandsdirektor Müller-Bardorff | 1962 bis 1971 Direktor Hartkopf |
| 1974 bis 1992 Verbandspräsident Dr. Kißling | 1947 bis 1962 Direktor Häring |
| 1967 bis 1974 Präsident Dr. Brixner | |
| 1960 bis 1967 Minister Dr. Farny | |
| 1951 bis 1966 Präsident Grimminger | |
| Geschäftsführer: | |
| seit 2004 RA Fauser-Leiensetter (Hauptgeschäftsführer seit 2011) | seit 2004 RA Fauser-Leiensetter |
| 1972 bis 2004 RA Decker | 1978 bis 2004 RA Decker |
| 1965 bis 1972 Dr. Winter | |
| 1951 bis 1965 Dr. Zeissl | |
| Mitglieder des Vorstands: | |
| Johannes Bliestle - Reichenau-Gemüse eG | Jochen Früauff - BÄKO Süd-West eG |
| Martin Boschet - Hohenloher Molkerei eG | Torsten Geiler - EDEKA Südwest Stiftung & Co.KG |
| Marion Bucksch - Atruvia AG | Jeannette Jeromin - HAGOS eG |
| Andreas Eckl - Volksbank Zollernalb eG | Christian Kössler - ZEG eG - stv. Vors. |
| Rainer Fader - Volksbank Schwarzwald- Donau-Neckar eG | Helmut Wiedemann - BÄKO München Altbayern und Schwaben eG - stv. Vors. |
| Andreas Haas - Volksbank Stuttgart eG | |
| Wolfgang Ziegelbauer - Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft eG | |