Am 10. Juli 2026 fand in Stuttgart-Weilimdorf die vierte Verhandlungsrunde für den Groß- und Außenhandel in Baden-Württemberg statt.
Die Gespräche wurden trotz der weiterhin deutlich auseinanderliegenden Positionen der Tarifparteien konstruktiv und intensiv geführt. In den insgesamt rund achtstündigen Verhandlungen konnten sich die Arbeitgeberseite und die Gewerkschaft ver.di in einzelnen Punkten annähern.
Die verbleibenden Unterschiede waren am Ende des Verhandlungstages jedoch weiterhin so erheblich, dass ein Tarifabschluss in dieser Verhandlungsrunde für beide Tarifparteien nicht erreichbar erschien. Die vierte Verhandlungsrunde endete daher ohne Ergebnis.
Die Gewerkschaft ver.di fordert weiterhin:
eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7 %, mindestens jedoch um € 250,00,
eine Laufzeit von zwölf Monaten,
ein rentenfestes Mindesteinkommen von € 14,90 je Stunde sowie
eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um € 150,00.
Die Arbeitgeberseite hat bereits in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt. Dieses sah eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,8 % im Folgemonat nach dem Tarifabschluss sowie eine weitere Erhöhung um 1,6 % zum 1. Mai 2027 vor. Auch die Ausbildungsvergütungen sollten entsprechend erhöht werden. Dieses Angebot wurde von ver.di als nicht ausreichend abgelehnt.
Ein weiterer Verhandlungstermin wurde zunächst nicht vereinbart. Die Tarifparteien wollen zunächst abwarten, wie die anstehenden Tarifverhandlungen in Nordrhein-Westfalen und Bayern verlaufen. Anschließend soll über das weitere Vorgehen in Baden-Württemberg entschieden werden.