Tarifabschluss in zweiter Tarifverhandlungsrunde erzielt

Am gestrigen Montag konnte in Freiburg in zweiter Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft NGG ein Neuabschluss des gekündigten Lohn- und Gehaltstarifvertrages erzielt werden.

Die intensiv geführten Verhandlungen fanden in sachlicher Atmosphäre statt und waren geprägt durch das Bestreben der Gewerkschaft NGG, eine Erhöhung der Löhne und Gehälter im Umfang der augenblicklichen Teuerungsrate zu erzielen. Die Arbeitgeberseite machte deutlich, dass nur über eine lange Laufzeit und der damit verbundenen Planungssicherheit für die Unternehmen eine Tariferhöhung in Betracht komme, welche indes auch die teils schwierige wirtschaftliche Lage der Mitgliedsunternehmen zu berücksichtigen habe. Weiterhin müsste das Jahr 2021 sowie das erste Quartal 2022 erhöhungsfrei bleiben, insoweit waren auch diesbezügliche Einmalzahlungen für die Arbeitgeberseite nicht akzeptabel und verhandelbar.

Die Gewerkschaft NGG forderte zunächst als soziale Komponente in beiden Erhöhungsschritten eine pauschale Erhöhung über alle Tarifgruppen in Höhe von ca. 3,0 % ausgehend vom Ecklohn sowie eine Einmalzahlung zur Kompensation zurückliegender erhöhungsfreier Monate.

Schließlich konnte auf Basis der folgenden Erhöhungsschritte eine Einigung erzielt werden:

  1. Von November 2021 bis März 2022 bleibt es bei den bisherigen tariflichen Sätzen.
  2. Ab 01. April 2022 werden die Löhne und Gehälter um pauschal € 70,00 für Vollzeitbeschäftigte über alle Lohn- und Gehaltsgruppen erhöht, dies entspricht 2,5 % in Bezug auf den Ecklohn. Ab 01. Juni 2023 werden die Löhne und Gehälter um weitere 2,1 % angehoben. Die Ausbildungsvergütungen werden am 01. April 2022 um 2,5 % und ab 01. Juni 2023 um 2,1 % erhöht.

Der Tarifvertrag wurde abgeschlossen bis zum 31. März 2024 und hat somit eine Laufzeit von 29 Monaten.